Schönsees Bauhofleiter Florian Ring staunte am Montagmorgen nicht schlecht, als er sich nach einem Hinweis aufmachte, um das Areal am Moorbad zu inspizieren. Dort haben Künstler – vermutlich übers Wochenende – ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Rund um den Kiosk wurden Boden, Büsche und auch Bäume mit reichlich Toilettenpapier „dekoriert“. Kunst liegt, genau wie Schönheit, im Auge des Betrachters. In der Stadt stößt es auf wenig Begeisterung, liegt es nun doch am städtischen Bauhof, die wenig herbstlich anmutende Neugestaltung wieder zu entfernen. Auch, wenn hier nichts zerstört wurde, kostet es Zeit, Geld und Arbeitseinsatz, um das Gelände zu säubern.
Nachdem es mittlerweile zu mehreren Vorfällen kam, wird im Rathaus derzeit eine Videoüberwachung des Geländes diskutiert. Denn das Moorbadareal soll ein Ort der Erholung für die gesamte Bevölkerung sein – ein geschützter Raum, in dem sich Menschen wohl fühlen können. Die Kameras sollen präventiv wirken, im Fall der Fälle aber auch die Täter überführen.